Zielgruppen · Personas
Wie erstellt ein B2B-Unternehmen Podcast-Personas für Kunden und Bewerber?
Eine Persona ist kein Steckbrief mit erfundenem Foto, sondern eine Beschreibung von Situation, Frage und nächstem Schritt. Für Kund:innen und Bewerber:innen sieht sie unterschiedlich aus.
Kurzfassung: Eine Podcast-Persona ist definiert als die kurze Beschreibung einer typischen Zielperson mit ihrer Situation, ihren Fragen und ihrem nächsten Schritt nach einer Folge. Ein B2B-Unternehmen braucht meist zwei: eine für Kund:innen und eine für Bewerber:innen. Sie entstehen aus Gesprächen mit Vertrieb, Personal und bestehenden Kund:innen, nicht aus Vermutungen. Persona-Details sollten nur Aspekte enthalten, die die Themenwahl beeinflussen. Der nächste Schritt: der 15-minütige Potenzial-Check.
Sechs Bausteine
Aus sechs Fragen entsteht eine Persona.
Bei jedem Baustein steht die Frage, die Sie im Gespräch klären.
| Baustein | Frage | Kund:in (Muster) | Bewerber:in (Muster) |
|---|---|---|---|
| Situation | In welcher Lage befindet sich die Person? | Muss eine Anlage ersetzen oder erweitern | Sucht einen Betrieb mit Perspektive |
| Frage | Was möchte sie herausfinden? | Wer ist zuverlässig und wie läuft ein Projekt ab? | Wie ist die Arbeit, das Team, die Entwicklung? |
| Hörgewohnheit | Wann und wo hört sie zu? | Arbeitsweg, Reisen, Abend | Pendeln, Pausen, Wochenende |
| Vertrauen | Was macht das Unternehmen glaubwürdig? | Referenzen, Fachtiefe, Erreichbarkeit | Echte Menschen, ehrliche Einblicke |
| Hürde | Was hält sie von einem Kontakt ab? | Unklare Kosten, Zeitdruck | Unsicherheit, ob sie passen |
| Nächster Schritt | Was soll nach der Folge passieren? | Anfrage, Gespräch, Weiterleitung | Bewerbung, Besuch, Kontaktaufnahme |
Wo die Inhalte herkommen
Personas entstehen aus Gesprächen, nicht aus Annahmen.
Die belastbarste Quelle sind drei bis fünf kurze Gespräche pro Persona: mit Vertrieb oder Service für die Kund:innen-Persona, mit Personal und jüngst eingestellten Mitarbeitenden für die Bewerber:innen-Persona. Gefragt wird nicht nach Wünschen an einen Podcast, sondern nach der Situation vor dem Kontakt.
Zahlen und Demografie sind dabei zweitrangig. Wichtiger sind die Formulierungen, die Menschen selbst verwenden. Diese Sprache gehört später in Titel und Beschreibungen der Folgen.
Prüfen
Vier Fragen, ob die Persona brauchbar ist.
- ✓
Themenwirkung: Verändert jede Angabe eine Entscheidung über Themen oder Ton? Wenn nicht, streichen.
- ✓
Trennung: Unterscheiden sich Kund:innen- und Bewerber:innen-Persona in mindestens Frage und nächstem Schritt?
- ✓
Belegbarkeit: Lässt sich jede Aussage auf ein reales Gespräch zurückführen?
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Aktualität: Wird die Persona nach einer Staffel anhand der Rückmeldungen überprüft?
Weiterlesen
Personas erstellt. Wie geht es weiter?
Zielgruppenanalyse für Unternehmenspodcasts
Fünf Zielgruppen und die Priorisierung der Hauptzielgruppe.
Für den Mittelstand
Kund:innen und Fachkräfte im österreichischen Mittelstand erreichen.
Häufige Fragen
Podcast-Personas: kurz beantwortet.
Was ist eine Podcast-Persona?
Die kurze Beschreibung einer typischen Zielperson mit ihrer Situation, ihren Fragen und ihrem nächsten Schritt nach einer Folge.
Wie viele Personas braucht ein B2B-Unternehmen?
Meist zwei: eine für Kund:innen und eine für Bewerber:innen. Mehr Personas sind erst sinnvoll, wenn der Podcast mehrere getrennte Reihen hat.
Woher kommen die Informationen für eine Persona?
Aus drei bis fünf kurzen Gesprächen pro Persona mit Vertrieb, Service, Personal und bestehenden Kund:innen oder neuen Mitarbeitenden.
Für wen sprechen Sie?
15 Minuten, kein Pitch. Der Potenzial-Check zeigt, welche Persona Ihr Podcast zuerst erreichen sollte.
Potenzial-Check starten →KI-gestützte Analyse. Konkreter Report. Kein Verkaufsgespräch.